
#Ausbildung erleben11. November 2025
SPITZKE X MOTOCROSS – Azubis gehen für Cross-Rennstrecke an den Start
Staub, Maschinenpower und jede Menge Teamarbeit – klingt nach einem ganz normalen Alltag für angehende Baugeräteführer*innen. Nicht ganz! Denn dieses Mal ging es für unsere Azubis nicht auf ein klassisches Gleisbaufeld, sondern mitten auf eine Motocross-Strecke in Schenkenhorst bei Berlin.
Wenn Bagger auf Motocross treffen, ist Spannung vorprogrammiert. Bei unserem Azubi-Projekt in Schenkenhorst mussten die Motocross-Maschinen jedoch erstmal weichen, damit unsere Bagger die Strecke für ein neues Bewässerungssystem vorbereiten konnten. Als die Betreiber der Motocross-Strecke in Schenkenhorst vor einiger Zeit mit der Anfrage zur Umsetzung dieser Baumaßnahme auf uns zukamen, ließen sich unsere Ausbilder nicht zweimal bitten. Prompt wurde aus der Anfrage des Motocross-Vereins ein ehrenamtliches Azubi-Projekt. Solch eine Umgebung mit großen, zu bewegenden Erdmassen und viel Platz, bietet optimale Bedingungen, Aufgaben, die Baugeräteführer*innen für Bauvorhaben beherrschen müssen, zu trainieren und Prüfungssituationen zu simulieren.






Was auf den ersten Blick nach einem kurzen oder kleinen Einsatz klingt, war in Wirklichkeit eine spannende Herausforderung. Mit schwerem Gerät, technischer Planung und jeder Menge eigener Verantwortung rückten unsere Azubis der knapp 3 km langen Strecke für ca. vier Wochen lang zu Leibe. Weil die vorherigen Bewässerungsmaßnahmen nur unzureichend dimensioniert waren, wurde beim Befahren der Strecke oft zu viel Staub aufgewirbelt. Das ist nicht nur für die Motorräder als solches ungünstig, sondern auch für die Fahrer*innen. Zudem kann auf einer unzureichend bewässerten Rennstrecke Feuer entstehen und so das Waldbrandrisiko steigen. Also musste eine leistungsstarke Lösung her.








Für die Installation des neuen Bewässerungssystems waren vor allem Tiefbauarbeiten erforderlich, die unsere Azubis vor Ort komplett erledigten. Hierzu errichteten sie sieben senkrechte Schächte, hoben Gräben aus, zogen 900 m Kabelgraben und bereiteten die Montage der Standrohre für den Wasseranschluss sowie für künftige Wartungsarbeiten vor. Neben dem Einbau von Druck- und Erdleitungen setzten die Auszubildenen an besonders heiklen Streckenquerungen zusätzliche Halbschalen als mechanischen Schutz für die Kabel ein. Die Gräben wurden anschließend mit Warnband ausgestattet und wieder schichtenweise aufgefüllt. Dabei konnten die Azubis jeden Tag Ausbildungsinhalte, die den Alltag eines ausgelernten Baugeräteführers ausmachen, in der Praxis festigen und intensiv trainiert. Außerdem trafen sie alle nötigen Vorkehrungen, die für eine planvolle Umsetzung der Arbeiten notwendig waren – beginnend mit dem Abstecken der Strecke, über die Festlegung der Arbeitsbereiche, den Arbeitsschutz und die Arbeitsmittel bis hin zur Einschätzung von Hindernissen und Suchschachtungen.
Ein spannender Nebeneffekt der neuen Bewässerungsanlage ist übrigens, dass sie auch von der Feuerwehr genutzt werden kann, falls beispielweise für das angrenzende Waldgebiet Löschwasser benötigt werden sollte. Umso stolzer sind wir, wie souverän unsere Azubis das Ganze gerockt haben. Die Kooperation lief so erfolgreich, dass der Verein schon grünes Licht für künftige Projekte gegeben hat. Auch wenn hier keine Rennen gefahren wurden – mit Vollgas ging es trotzdem ins Ziel!

Wo vor kurzem noch Bagger und Sprenger im Einsatz waren, dröhnen nun wieder die Motoren: Die Cross-Maschinen können nun dank der erfolgreichen Baumaßnahmen auf die Strecke zurückkehren.
#Ausbildung erleben


